Unsersonnenstromtour Sardinien, Unsersonnenstromtour Sardinien 2.0

Verlassen, geschlossen, Trubel, heute alles dabei.

Tag 10

Nach unser gestrigen Pause geht’s heute weiter, auch beim Schreiben.

Um einmal die Insel Sant‘ Antioco zu umrunden, schickt uns das Navi Richtung Norden. Eine kleine Straße, wie auch zum Campingplatz führt auch hier weg. Plötzlich hört der Belag auf. Wir sehen es, Frank bremst auch. Trotzdem war’s ’ne ganz schön hohe Kante; rumms. Aber alles ist gut gegangen. Schreck lass nach. Wir sind ja schon so einige Stellen gefahren, erschrickt man immer mal wieder. So plötzlich wie der Straßenbelag aufhört, fängt er wieder an. Puh.

Wir haben uns entschlossen im Westen Sardiniens weiter zu fahren. Vor 2 Jahren hatten wir einen zweitägigen Aufenthalt in Oristano. Das war unserer einziger Eindruck der Westseite.

Wir hätten ganz schön viel verpasst, wenn wir diese Fahrt nicht gemacht hätten.

Unsere Route führte uns nach Carbonia. Dort gibt es ein Kohlemuseum. Es wurde bis in die 70er Jahre Kohle abgebaut. Das ist (leider) Montag geschlossen. Naja, Kohle ist eh out.

Vorbei geht’s an verlassenen Dörfern.

Wir fahren weiter. Übrigens immer wieder bergauf und -ab und sehr kurvenreich. Wir halten immer wieder an, um den Blick über die Küste und das blaue Wasser zu genießen.

Ich will unbedingt nach Iglesias. Im Reiseführer steht, dass es hier eine bunt beschirmte Straße gibt. Die kleine Stadt gefällt uns richtig gut. Bevor wir überhaupt zu unseren Ziel kommen, fällt uns ein reges Markttreiben auf. Wir stellen das Auto ab und mischen und unter die Einheimischen. Es gibt so viele Stände. Wir decken uns mit Orangen, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Käse, Salami, Oliven und Wein ein. Verkosten Käse, Wein und eine Art Wermut. Prima Einkauf.

Weiter in der Stadt gibt es einen Schnelllader, der steht seit 2022 auf Störung im Air electric. Testen wir natürlich. Funktioniert, alles wunderbar. Die „Störung behoben“ trage ich gleich ein. Da wir hier Zeit verbringen wollen, laden wir aber AC, sprich langsam.

Viele bunte Häuser, auch viele leerstehende, säumen die engen Straßen. Wir kommen ins träumen… Das wird vielleicht mal ein anderer Blog.

Wir finden die Straße. Und man glaubt es kaum, sie hängen soeben die Schirme auf. Es sind nur ein paar bunte Regenschirme, aber es sieht so toll aus. Wir setzen uns in ein kleines Café und trinken einen Espresso. Kaufen noch paar Souvenirs und schlendern wieder zum Auto.

Einen Programmpunkt gilt es noch zu schaffen. Porto Flavia, der Konstrukteur des Hafens benannte ihn nach seiner Tochter. Hier wurden Mineralien abgebaut und doch mit recht guter Technologie, nämlich elektrischem Zug und Förderband, auf Schiffe beladen. Sehr interessante Führung und schön kühl im Stollen.

Übrigens ganz unverhofft gibt’s hier ’ne Ladesäule. Alles easy auf Sardinien. Wir könnten hier noch 4 Wochen zubringen um alle Ladestationen in unsere App einzutragen. Werden auch immer wieder auf unser Auto angesprochen, von Touris mit Verbrennerautos.

Es ist schon nach 16:00 Uhr. Wir kümmern uns noch um unseren Campingplatz. Campeggio „Ortus de Mari“ wird es heute. Wir stehen unter Olivenbäumen und schauen auf einen Eukalyptushain. Camperidylle mit Taubengurren. Wir müssen langsam ans Abendessen denken.

Bis Oristano sind es knapp 70 km. Steht morgen an. Frank liest sich schon mal ein…

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