Unsersonnenstromtour Sardinien 3.0

Von Höhlen und Fettnäpfchen

2 Tage später (22.06.2026) sind wir schon wieder unterwegs.

Wir freuen uns auf Sant Antioco.

Höhlenforschung

Die Fahrt planen wir wieder über’s hügelige Hinterland. Die Grotte Is Zuddas ist unser Ziel. Wir haben ja schon ein paar Tropfsteinhöhlen besucht, aber diese war bisher die Schönste. Im 530 Mio. Jahre alten Dolomitfelsen erstreckt sich wahrscheinlich ein Netz aus Höhlen, die noch nicht entdeckt wurden. Diese Höhle wurde 1968  entdeckt und ab 1985 für die Touristik zugänglich gemacht. Das besondere hier sind feinste Stalaktiten aus Aragonit, die auch als Engelshaare bezeichnet werden. Sie bilden sich an den Felswänden und sehen wie Frost oder weiße Korallen aus. Tausende Touristen besuchen die Höhle jährlich. Unsere Gruppe von 10 Besuchern war aber sehr angenehm und wir konnten in Ruhe alles ansehen. Die 16°C im Inneren sehnten wir uns den Rest des Tages herbei.

Sant Antioco hat uns wieder

Ich vergleiche die kleine Insel im Westen von Sardinien als die kleine Kopie Sardinies. Aber es ist hier für uns immer der Anfang der westlichen Tour. Hier ist es immer etwas uriger, rauer von der Landschaft und nicht ganz so touristisch.

Campingplatz Tonnara war uns bekannt und so fanden wir schnell einen Stellplatz. Diesmal war ein Großteil der Plätze mit neuen Sonnensegeln bespannt. Das brachte etwas Schatten, und war sehr angenehm. Der Wind vom Wasser her kühlte auch noch etwas. Aber 38°C sind nun einmal sehr warm und da hilft nur entspannen.

Wir haben Urlaub. Aber was macht man wenn man hier arbeitet? Nicht alle Arbeitsplätze verfügen über klimatisierte Räume. Die Siesta um die Mittagszeit ist absolut verständlich.

Wir sind am Montag recht zeitig die Straße entlang der Küste hoch gelaufen. Unser Ziel war eine Grotte. Cala Grotta. Man erreicht sie nur über’s Wasser. Zum Wasser kommt man nur über Felsen. Das Gestein, von Wasser und Wind geformt ist gut kletterbar. So müssen wir nicht so mutig sein, wie ein paar Jungs, die sich bestimmt 10 Meter vom Felsen zu springen trauen. Von oben sehen wir glasklares hellblaues Wasser. So schön. Das Wasser hier kühler als an unserem Strand. In die Höhle zu schwimmen trauen wir uns nicht. Es plätschert und schallt. Aber wir wollen keine Höhlenforschung betreiben. Wir verweilten den Vormittag hier und laufen dann zurück zum Campingplatz. Wenn da nicht noch eine Bar auf dem Weg gelegen wäre. 😆

Ein spontanes Mittagessen am Strand mit Thunfisch und gegrilltem Gemüse wurde es. Die Leute hier cool, aber doch sehr beflissen uns schnell zu bedienen. Wir beschwichtigen und sagen; wir haben Urlaub. Es stellte sich heraus, dass der Kellner ein Deutscher ist. Seit 2 Jahren ganzjährig auf Sardinien. Wenn man das so hört, kommen die Aussteiger-Gedanken. Aber hier dann Urlauber bedienen und wieder Dienst am Kunden, in der Hitze…

Wir schauen Abends Sonnenuntergänge. Im Westen halt wunderschön über den Meer. Schon schön. Es legt sich danach immer so eine Ruhe über alles.

Wir starten unser Campingplatz- Ranking

24.06.2026: Ja schon wieder 2 Tage vergangen. Ich komme gar nicht hinterher mit schreiben.

Sant Antioco lassen wir hinter uns. Schwere Entscheidungen stehen an. Wie weit fahren wir? Das Gebiet um Oristano ist uns bekannt. Carbonia, Iglesias hatten wir vor 2 Jahren gesehen. Wir kaufen noch in einer lokalen Markthalle regionales Obst und Gemüse ein. Runden beim Bezahlen den Betrag beim Bauern am Stand und er drückt uns gleich noch ein paar Aprikosen in die Hand. So mag ich das; einfach nah bei den Einheimischen und ihrem Leben zu sein. Nicht so gelenkt, touristisch ausgelegt,  sondern einfach so wie das Leben hier ist.

Campingplätze haben wir hier schon ein paar besucht. Durch die ACSI Card bekommen wir nun auch solche vorgeschlagen. Wir vergleichen trotzdem noch mit anderen und so merkt man schon Unterschiede.

Ein Acsi Platz liegt gleich vorn an der Straße. Wir übersehen gleich mal das Parkschild, weil wir ja erstmal ranfahren um zu lesen, ob wir durch die Schranke einfahren dürfen. Dürfen wir nicht; Mittagspause bis 15:00 Uhr. So stellen wir das Auto ab. An falscher Stelle, wie wir gleich erfahren, und uns die Rezeptionistin, schon eine Weile, durch ihre blecherne Sprechanlage, versucht mitzuteilen. Wir mussten erst auf die Rezeption zugehen und sie musste uns erst entgegenkomnen, dass wir verstanden, was sie meinte. Fettnapf. Umparken.

Wir fragten, ob wir uns einmal umsehen dürfen. Sie kassierte trotzdem gleich mal Franks Ausweis ein. Uns erwartete ein wohl sortierter Platz im Pinienwald. Von Festcampern geprägt. Die Touris mit Zelt oder Wohnmobilen in der Mitte von Bungalows und Mobilheimen. Alles fein ausgeschildert. Hier herrscht Disziplin. Es war aber ziemlich weit zum Strand. Also wieder zurück zur Rezeption. Wir bekamen den Ausweis wieder und verabschiedeten uns „vorübergehend“.

An der Kreuzung wurden uns ja gleich 3 Plätze angezeigt. Wir wählten dann den ohne ACSI und da bleiben wir auch. Die Jungs hier sind sehr entspannt. Mittagszeit war hier auch und wir hielten uns bis zum Einlass an der Bar mit Eis und Espresso auf. Dann durften wir mit dem Auto reinfahren. Ein Kollega 😉 begrüßte uns mit Handschlag, erklärte alles und zeigte uns einen Platz, den wir dann auch gleich nahmen. Jetzt stehen wir einfach paar hundert Meter weiter im Pinienwald, viel näher am Strand. Hier hat es ein Flair von Surfen und eine chillige Atmosphäre herrscht hier. Der Strand ist naturbelassen. In den Bewertungen liest man, dass da Seegras im Wasser ist. Wer sich darüber aufregt kann gern weiterziehen. Gut so für uns. So sortiert sich das Publikum und am Ende fügt sich alles, wie es soll.

Vor einer Stunde hat es etwas geregnet. Das erste Mal, dass wir das in Sardinien erleben. Unser Tarp am Auto hält. Wir räumen nichts weg. Dann ist es auch schon wieder vorbei.

Bester Platz bisher. Arrivederci e grazie

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Unsersonnenstrom

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen