Unsersonnenstromtour Sardinien 3.0

Campinglive und auf jedem Platz gibt’s ’ne Muddi

Schon wieder sind 2 Tage vorbei. Gestern haben wir den Tag auf dem Campingplatz verbracht.

Romantik am Strand 😉

… bei uns nicht. Wir sind ja keine Strandlieger. Aber wir halten uns gerne dort auf. Was macht da? Wir laufen am Wasser entlang. Und weil uns das recht praktisch erschien, wollten wir gleich am Strand in den Ort Tortoli laufen. Die Entfernung war auch gar nicht so wild. Es war nur etwas beschwerlich durch den Sand zu stapfen. Auch über riesige Steine (sogar mit Resten von Statuen) sind wir geklettert, hin und zurück, mit kleinem Einkauf. Eines war aber super. Als uns zu warm war, sind wir einfach baden gegangen. 2x auf 7 km. So sind wir 😂. Heute haben wir Muskelkater.

Wenn man so den Tag auf dem Campingplatz verbringt bekommt man auch viel von den Nachbarn mit. Wir werden öfter angesprochen dass wir so minimalistisch unterwegs sind. Es stellen sich auch immer mal ein paar Urlauber heraus, die alles und jeden im Blick haben und kommentieren. Auch benehmen sie sich so, dass man von ihnen alles mitbekommt. Vom Dialekt her fühlten wir uns wie im Eberhoferkrimi. Nur ohne Verbrechen.

Apropos Verbrechen

Gerade las ich auf Insta, dass am 18.06 2026 ein Camper eines deutschen Pärchen angeschossen wurde. Nichts rechtfertigt diese Tat. Keine Frage. Sie standen frei und das ist nicht erwünscht. Man sollte sich schon an die Gegebenheiten anpassen. Es gibt viele Campingplätze und Agrikulturen, wo man auch mit wenig Touristen, ruhiger steht. Freistehen ist immer ein Risiko. Die Leute sind jetzt sogar in den Medien. Ich möchte nicht wissen, was die daraus machen.

Sardinien ist absolut sehenswert und sympathisch. Die Menschen hier sind freundlich, herzlich, gastfreundlich und haben einiges auszuhalten mit Touris und ihren Macken, Wohnbunkern und Ansprüchen.

CheckOut

Mit unserer neuen ACSI Card haben wir heute Morgen ausgecheckt. Auch, obwohl wir sie nach dem CheckIn buchten, 12 EUR haben wir dadurch gespart. Mal sehen wie das weiter funktioniert.

Bevor wir Strecke machen laden wir in Tortoli das Auto. Nicht weil wir müssen, sondern weil es sich hier anbot. Unsere Tour führt uns weiter Richtung Süden. Den Südosten der Insel haben wir bisher ausgelassen. Mit dem Nissan eNV 200, unserem Minicamper, hatten wir nicht so viele Lademöglichkeiten.

Nun sind wir über das Hinterland gefahren. Die Straße schlängelte sich durch die Berge und kilometerlang kommt nix. Kein Haus, keine Kreuzung, nur Landschaft. Im Auto ist es schön kühl. Draußen sind 35°C.

Wir überlegen, in Cagliari einen Stopp zu machen. Da waren wir vor 2 Jahren nur kurz zum Laden und etwas einkaufen. Den Hafen kennen wir schon. Deshalb laufen wir zur Altstadt, die sich auf einem Hügel befindet. Wir gehen bis zur Kathedrale Santa Maria. Von dort oben haben wir einen herrlichen Blick auf die Stadt. Frank schaut sich die Kirche von innen an. Ich warte draußen , weil ich kurze Sachen anhabe. Als kurz am Eingang vorbeilief bestätigt sich mein  Gedanke. Schilder stehen in der Tür. Sie zeigen: nur Frau darf nicht schulterfrei, mit kurzen Hosen und Röcken hinein. Aber die Männer dürfen schlurfig sein! Wie ungerecht und diskriminierend.

Da es so warm ist, beschließen wir noch den botanischen Garten zu besuchen. Der leidet aber auch unter der Hitze. Und so entdecken wir nicht sonderlich tolle Pflanzen, die wir nicht auch schon wild gesehen hatten.

Nach unserem Sightseeing fuhren wir, Akku ist halbvoll, noch etwas einkaufen und dabei gleich laden. Nicht weil wir müssen, sondern, können. Und umso weniger müssen wir uns darum Gedanken machen.

So sind wir nach unserer 180 km langen Tour wieder an einem Campingplatz angekommen. Den hatten wir vor 2 Jahren schon einmal angeschaut. Da waren wir nicht so begeistert. Aber wir haben doch ein schönes Plätzchen gefunden. Freundlicher Empfang und ACSI Card Rabatt. Es gibt keine Muddi. Alles gut. Mal sehen, was wir morgen machen.

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