Unsersonnenstromtour Sardinien 3.0

1000 km und eine Nacht

Etwas über 1000 km war unser Heimweg. Wir sind früh morgens von unserem letzten Campingplatz losgefahren. 9:00 Uhr waren wir auf der Fähre. Wir merken uns auch immer brav unser Deck und Aufgang, um das Auto auch schnell wieder zu finden 😉

Der Kapitän hatte es vermutlich eilig und startete 10 Minuten eher, 10:35 Uhr, aus dem Hafen von Olbia in Richtung italienisches Festland nach Livorno.

Abends 19:15 Uhr saßen wir wieder in unserem Auto… (Nachdem wir wieder nicht zur richtigen Tür auf Deck 8 rausgegangen sind bzw. konnten. Sie wurde wahrscheinlich schon zeitig als Rampe abgesenkt und wir mussten eine andere Tür wählen. Irgendwann klappt das schon mal.) …und verließen die Hafenstadt.

Die Route…

…die unser Auto vorgab war, auch wegen der Ladepunkte, Florenz, Affi, Brenner, Reichertshofen, Bayreuth. Wir standen an den jeweiligen Superchargern von Tesla um die 20 Minuten. Außer in Bayreuth, kurz vor zu Hause; da waren es nur 4 Minuten. 84 Minuten, die ein Verbrennerfahrer wohl als wichtige Lebenszeit betrachtet und ja, nach eigenen Angaben durchfährt.

Wir holten uns in Florenz schnell einen Snack. 20:30 Uhr an einem Einkaufszentrum, war zum Sonntag um diese Uhrzeit verdammt viel los. Manchmal wünsche ich mir das auch zu Hause so. Das Leben spielt sich auf den Straßen ab und durch die späten Öffnungszeiten entdröselt sich der Stress, alles noch schnell erledigen zu müssen. Aber es ist hier und da so gewollt. Allora Bene Basta! In Affi gab es fast um Mitternacht einen Milchshake, herrlich. Am Brenner war nix los, also Laden und weiter. Die nächsten 265 km wurden dann etwas ruhiger. Frank fuhr durch die Nacht. Und das letzte Stück nach Bayreuth und nach Hause waren dann fix gefahren.

So sind wir 07:20 Uhr zu Hause angekommen. Völlig unspektakulär und problemlos. Im Prinzip nicht erwähnenswert, diese Strecke mit einem Elektroauto zu fahren.

Gesamtkilometer unseres Roadtrips: ca. 3500km
Ladekosten: ca. 255 €
Kosten für Campingplätze: 545 €

Alles andere ist unbezahlbar.

Diese schöne Insel wird uns nicht loslassen. Dieses Mal haben wir es ruhiger angehen lassen. Wir haben ja schon viel gesehen. Die 2 Tage jeweils auf den Plätzen waren sehr erholsam. Auch war es deutlich wärmer als die letzten Besuche hier. Wir waren sonst etwa 2 Wochen früher im Jahr, also Anfang Juni, da und die Hitze war schon ganz schön dolle. Für große Wandertouren empfehle ich das alles noch früher zu machen.

Wir erlebten aber das erste Mal etwas Regen auf der Insel im Juni. Das war nicht viel, aber immerhin.

Wir erlebten auch, dass die Insel immer touristischer wird. Es wälzen sich immer mehr große Wohnmobile mit allem Schnickschnack über Sardinien. Der Norden und Osten ist für Touris daher sehr attraktiv. Der Süden ist ruhiger. Der Westen ist uriger. (Ich hoffe, es gibt ein Maß. Denn wenn es zu viel wird, könnte es der Insel nicht gut tun.) So findet jeder seinen Hotspot. Wir hatten von allem etwas und zehren jetzt davon.

Nun starten wir neue Projekte und Vorhaben. Mal sehen, was das so wird.

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