… so früh wie möglich.
Am Samstag 23:45 Uhr kam Frank von seinem Spätdienst nach Hause. Sonntag 0:15 Uhr saßen wir im Auto. Abfahrt!
Diesmal ist es wieder anders
Wir haben die Fährüberfahrt nach Sardinien dieses Jahr tagsüber gebucht. Sonst fuhren wir in der Nacht. Also war der Plan 6:30 Uhr am Montag im Hafen zu sein. 10:00 Stunden Fahrzeit mit dem Auto 1000 km nach Livorno waren ohne Ladezeit geplant. Also 12 Stunden für uns mit Sicherheitspuffer mit Ladepausen. Die Überlegung war für uns, nicht direkt den Hafen anzufahren, sondern einmal in der Umgebung zu übernachten.
Ein Vergleich
Die 2 Reisen, die wir vorher mit unserem Minicamper nach Sardinien erlebten, waren ab der Haustür bereits ein Roadtrip. Wir ließen uns 2-4 Tage Zeit und verweilten noch am Gardasee. Dies Jahr sind wir mit dem Tesla Model Y unterwegs und sind gleich durchgefahren. Ich muss zugeben, Roadtrip gefällt mir besser. Die Fahrt war völlig unspektakulär. Nach unseren 12 Jahren, elektrisch unterwegs, hebt uns fast nix mehr an. Zum Vergleich könnt ihr hier die Roadtrips der letzten beiden Touren nachlesen . unsersonnenstromtoursardina und unsersonnenstromtoursardina2.0
Das Sportlichste…
…an dieser 1000km langen Anfahrt waren die letzten Kilometer vom Florenz nach Livorno.
Wir wollten wenigstens etwas von dieser Tour mitnehmen und hielten in Florenz an um die Stadt zu sehen. Dort muss man beachten, dass es ZTL Zonen gibt. Das bedeutet, es sind limitierte Zonen, die man nur mit Berechtigung befahren darf. Aber durch die direkte Innenstadt muss man auch nicht. Es ist alles fußläufig zu erreichen.
Wie ich es mir dachte, sind wir mit der Ladekapazität unseres Akkus so entspannt, dass wir weniger schauen, wie weit wir noch kommen. Wir schauten aber und dachten, dass wir das Laden nach unserem Sightseeing erledigen.
Die Stadt ist typisch italienisch. Schöne Gassen, alte Häuser, viele kleine Geschäfte und Restaurants und Bars. Es roch nach Leder und Pizza. Italien holte uns hier gleich ab. Leider war es auch etwas dreckig und immer mal roch es auch nach Pi… Wenn man Verona und Venedig gesehen hat, waren diese beiden Städte sauberer. Die Kirchen allerdings waren sehr eindrucksvoll. Kathedrale Santa Maria del Fiore, San Giovanni ist wohl die imposanteste. Eintritt hätte 30€/ Person gekostet. Mit Vorbuchung per QR-Code, aber der Einlass wäre in Time Slots gewesen. So lang wollten wir dann nicht warten. Das machen wir später mal. Ein lecker Eis war aber drin. Das holten wir uns in der großen Markthalle Mercato Centrale Firenze. Da gibt es ganz viele Food Stände mit internationalen Delikatessen. Ein großer Andrang und viel Trubel war da im Obergeschoss. Im Erdgeschoss werden sonst Lebensmittel angeboten. Nur leider Sonntags nicht. Wir besorgten uns aber noch etwas zu essen für abends und früh und wollten weiterfahren.
Beim Eingeben der Route zum Campingplatz in Livorno planten wir natürlich den Ladehalt ein. Wir hatten die Wahl in Florenz zu laden oder kurz vorm Ziel in Livorno. Mit unserem momentanen Ladestand würden wir mit 3% ankommen. Bisschen sparsam fahren. Und, angekommen mit 3% Rest. Auf die Tesla Supercharger kann man sich auch verlassen. Zuverlässig wird im Auto angezeigt, wie viele Ladeplätze frei sind, ohne Ladekarte, einfach anstecken, Abrechnung auf dem Konto, Betrag wird mir nach dem Ladevorgang im Auto angezeigt.
Wir sind die 1000 km mit 4 Ladestopps gefahren. Kosten um die 55 EUR. Der letzte Ladestopp ist Strom den wir mit nach Sardinien „nehmen“ , damit wir da nicht gleich laden müssen.
Sonntag 15:00 Uhr. Wir sind da. Knapp 15 Stunden mit Sightseeing in Florenz, 5 Stopps, ein kurzer Napp auf dem Autobahnparkplatz und 1000 km, alles wie geplant. Unser Campingplatz lag 17 km entfernt vom Fährhafen in Livorno und ist ein quirliger Platz. Für eine Nacht aber perfekt um uns zu sortieren, im Meer zu schwimmen, zu duschen und früh zeitig 6:15 Uhr aufzubrechen.
Feel the Sea
Die Fähre am Tag zu nutzen ist auch ein großer Unterschied. Wir können an Deck sitzen. Der Wind weht uns durch die Haare, die Sonne scheint. Die Gaststätten haben geöffnet und schließen nicht, wie abends. Die Hinreise ist immer von einer besonderen Spannung geprägt. Spätestens hier kommen auch die letzten Touris in ihre Urlaubsstimmung.
Wir genießen jetzt die Überfahrt, wissen noch nicht genau welchen Campingplatz wir heute Abend ansteuern. Wir fahren erstmal nach Norden. Das ergibt sich.
Co² Fußabdruck unserer Reise momentan
https://www.directferries.de/co2_fussabdruck_rechner.htm










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