Nachhaltiges Leben

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2023 Unser Jahr der Entscheidungen

Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Jahr einen Jahresbrief schreibe. Aber ich brauche es für mich, um dieses Jahr abzuschließen und die Gedanken und Gefühle ins neue Jahr mitzunehmen.

Kurz vor Weihnachten kam mein Chef zu mir und drückte mir wohlwollend ein Buch in die Hand. Es ist von Urs Meier „Du bist die Entscheidung“. Ich glaube, ich weiß warum er das Gefühl hat, dass ich es lesen sollte. Die Eigenschaften die gleich folgen aber habe ich und strebe ihnen weiter nach, und ich finde es doch recht passend zu unserem, jetzt hinter uns liegendem, Jahr.

Urs Meier stellt dar worauf es ankommt Entscheidungen zu fällen. Intuition, Verstand, Erfahrung, Mut, Ich. Alles was er beschreibt war in den letzten Monaten essenziell für uns und wir beide, Frank und ich, haben viel investiert und auch gewagt, um unsere Zufriedenheit zurückzubekommen, die Rastlosigkeit zu überwinden und neue Horizonte zu erreichen.

Frank wagte schon im April den Schritt aus der Krankenhauslandschaft. Der Bauch und auch der Kopf entschieden, dass er so nicht mehr weitermachen will. Er machte fast ein dreiviertel Jahr eine Ausbildung mit anschließenden Prüfungen. Das ging an seine Substanz und war wirklich kräftezehrend und auch existenziell. Denn wenn er die Prüfungen nicht geschafft hätte, wäre er kein Fahrdienstleiter geworden. Aber, alles gut gegangen. Er hat es geschafft. Große Verantwortung, aber auch große Zufriedenheit, es geschafft zu haben und jetzt einen guten Job zu machen.

Bei mir war es im September soweit. Darüber hatte ich bereits geschrieben. Ich habe bei weitem keinen Prüfungsstress, mache auch keine neue Ausbildung. Aber mein Arbeitsalltag fordert mich und ich muss ebenso Neues lernen. Ich bin Verkaufsberaterin für Automobile, arbeite bei einem Mehrmarkenhändler. Im Prinzip arbeite ich dass, was ich mir eigentlich seit des Kaufes unseres eGolfs immer mal wieder vorgestellt habe.

Für diese Entscheidung, mich bei der autobund GmbH zu bewerben brauchte es Intuition. Ich spürte es, dass das etwas für mich ist und ich musste einfach versuchen, ob mich diese Firma, als Berufsfremde bei sich sieht. Vielen Dank an Herrn Laube, dass er es gesehen hat. Ich verkaufe mittlerweile Autos. Von der Beratung, Bestellung bis zur Auslieferung habe ich es durch. Es gibt viel zu beachten. Schließlich soll der Kauf für die Kunden ja gut werden. Meinen Verstand benötige ich somit jeden Tag aufs Neue. Entscheidungen stehen an: Was braucht der Kunde, womit kommt er zurecht, wieviel kann er/ sie sich leisten? Die Entscheidungen, die die Kunden treffen, binden sie schließlich ein paar Jahre an das gewählte Automodell. Sollte ich nach meiner Erfahrung die Entscheidung für den Kunden treffen, würde das Ergebnis ganz anders aussehen. Aber ich merke, im Vergleich zu den Meinungen der Leute bei unseren öffentlichen Treffen, dass sie sich schon viel mehr Gedanken machen. Wer den Blog hier kennt, der weiß, dass wir nur noch elektrisch fahren. Nur noch elektrische Fahrzeuge verkaufen steht noch in weiter Ferne. Das Thema schwingt in meinem Arbeitstag mit, aber auf den Kunden kommt es an. Meine Erfahrungen sind jetzt in der kurzen Zeit, dass sich hier in der Provinz keiner zum Spaß ein Auto kauft. Alle rechnen und wägen die Kosten ab, sehen für sich selbst das Potenzial alternativer Antriebe nicht.

In meinem Kopf bilden sich so langsam mutige Gedanken, was ich in der Zukunft so anschieben und damit bewirken kann. Wahrlich fehlt mir nicht der Mut dazu, etwas zu verändern. Ich habe mir schon manches getraut; war im Fernsehen bei Fakt ist!, wir haben bei einer Filmproduktion „Der Osten unter Strom“ mitgemacht, stehen in der Öffentlichkeit und geben Antworten, wenn es ums Thema Elektromobilität geht. Das wird weiter gehen.

Das gesamte Jahr wäre nicht so verlaufen wenn einer von uns beiden Angst gehabt hätte, sich zu entscheiden, auszubrechen aus den „alten“ Strukturen. Ich denke auch, dass unser Wechsel vor drei Jahren einiges mit uns gemacht hat. Wir haben noch einmal gemerkt, was wir zusammen schaffen und dass jeder für sich bestehen kann. Aber wir merken auch dass wir uns brauchen, als Stütze und Mutmacher. Danke dir dafür Frank 😘

Ich danke auch unseren beiden Jungs, die ja schon immer unsere fixen Ideen aushalten mussten. Fritz rockt sein Leben mit Haus und Job. Ganz cool, wie du das packst. Und Theo ist dieses Jahr mit 17 schon allein in die Großstadt gezogen. Wohnung, Ausbildung, alles neu- echt Klasse, wie du das machst.

Ich bin total froh, dass dieses Jahr so so so gut für uns zu Ende geht. Ich bin dankbar, allen, die uns verstehen und zu uns stehen und die uns Chancen geben und an uns glauben.

Danke

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