Nachhaltiges Leben

Auf die Natur hören…

…besser noch, auf die Stare. Sie kreisen seit Tagen lautstark in unserem Garten herum. Sie haben es auf den Kirschbaum abgesehen. Die Eichelhäher und Amseln sind da wesentlich gerissener- die bedienen sich ganz leise in den Nachmittagsstunden. Aber vor den Staren müssen wir uns in Acht nehmen. Denn wenn so ein Schwarm erst einmal im Baum sitzt, sind ruck zuck die Kirschen weg. Das erlebten wir schon, als wir vor paar Jahren im Urlaub waren und die Kirschen danach ernten wollten- da waren sie alle weg; die Kirschen und die Stare- fertsch. Also bin ich gestern auf die Leiter und habe die Kirschen geerntet. Unter lautem Geschrei der „neidischen“ Vögel. Man konnte es fast verstehen, wie sie sich beschwerten. Als ich die Pflückstelle kurz verließ, haben sie mir dann noch einen ordentlichen Schiss auf den Eimerrand gemacht. Also sowas! Heute versuchte Frank noch ein paar zu erhaschen, aber die ganz oben haben wir natürlich den Staren überlassen.

Aus dem Beet noch fix paar Möhren und Rüben geholt, und während der Eintopf auf dem Ofen kocht, beschäftige ich mich mal weiter mit den Kirschen. Jede einzeln nochmal in die Hand nehmen und den Stein raus machen. Puh, da kommt man runter, wenn man da so eine 3/4 Stunde steht. Da baut man fast eine persönliche Beziehung zu jeder einzelnen Kirsche auf. Aber wenn sie dann endlich im Glas sind und zum Einkochen im Ofen verschwinden, ist ja alles wieder gut. Man kommt so auf die Gedanken, wie viel früher selbst gemacht wurde. In unserer schnelllebigen Welt muss man sich diesen Luxus- Zeit, nehmen. Zeit zum Leben- so wertvoll und erdend.

Frank, Essen ist fertig!

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