eMoT Vogtland, unsersonnenstrom

JUNGFERNFAHRT oder Wie komm‘ ich denn zum EMOKON?

Jung·fern·fahrt/ˈjʊŋfɐnfaːɐ̯t,Júngfernfahrt/Substantiv, feminin [die] erste planmäßige Fahrt eines Verkehrsmittels

…die Betonung setze ich auf „erste planmäßige“ Fahrt. Als wir im Dezember  2020 den eNV200 BJ 2014 in Chemnitz geholt haben, hatte er ca. 14.000km hinter sich. Ein Betriebsauto der  für Kurzstrecke verwendet wurde. Halle – Hof sagen wir immer und damit sind nicht die Städte gemeint. Nun haben wir ihm also seinem eigentlichem Zweck zugeführt, nämlich uns als Minicamper durch die Landschaft zu fahren.

Das haben wir dieses Wochenende auch gemacht und unser Ziel war der erste Kongress für E-Mobilität im Main Kinzig Kreis (eMOKONMKK). Da das mit unserem Tesla Model 3 nicht besonders aufregend ist da hin zu fahren und wir ja den Minicamper zum Campen und Schlafen testen wollten, fiel uns die Entscheidung leicht. Die Ausstattung ist zum Großteil ja schon drin. Nach einer großen Putzaktion und noch paar Kleinigkeiten mitnehmen waren wir startklar. Nicht ganz klar war, welches Bad Soden wir denn ansteuern. Nach nochmaliger Recherche wählten wir das richtige Bad Soden Salmünster. Wir werden es nie wieder vergessen 😂. Da der richtige Zielort nun auch die Streckenplanung möglich machte, entschieden wir uns für eine gemütliche Fahrt über die Land- und Bundesstraßen. Das ergab eine Streckenlänge von ca. 270km. Da der eNV200 den kleinen 24kWh Akku hat, und wir ungefähr 100km Reichweite mit Puffer planten, ergaben sich 2 Ladestopps. Perfekt auf der Route lagen jeweils die Ladestationen von Kaufland, die zu den Öffnungszeiten in Betrieb sind. Das ergab dann Etappen von 100km, 88km und 83km bis zum Ziel. Früher, so vor 7 Jahren wären wir aus dem Vogtland gar nicht raus gekommen, da es mit den Schnellladern und Chademosteckern noch nicht so gut aussah. Heute muss man aber wieder froh sein, wenn ein Schnelllader den Chademoanschluss hat, weil  dies das Förderprogramm SLAM so ergeben hatte. Danke Deutschland. Aber es gibt sie und man kommt prima damit durch. Unterwegs konnten wir über die App von Kaufland-eCharge sehen, ob die Ladestation in Lichtenfels belegt ist. Das war sie auch, aber wir hatten noch 40 Minuten vor uns und als wir ankamen, war frei. Das Laden war auch frei. So kauften wir unsere Verpflegung für die nächsten zwei Tage ein, verstauten alles im Kühlschrank und nach 20 Minuten gings schon weiter. Wir steuerten den nächsten Schnelllader in Bad Neustadt an. Wie wir dort heraus fanden ist die Stadt seit 2010 Modellstadt für Elektromobilität Hier nachzulesen Da war es einfach. Eine große Auswahl an Ladestationen ermöglichte uns eine ebenso schnelle Weiterfahrt. Kurz vor Mittag, nach 5,5 Stunden kamen wir im Kurpark in Bad Soden Salmünster an und bauten unser kleines Sonnensegel auf. Der Minicamper lud gemütlich am Schukostecker, wir hatten ja Zeit bis zum nächsten Tag.

Wir haben den #emokon sehr genossen. Wir haben endlich mal wieder alte Bekannte getroffen, die wir seeeehr schätzen und vermisst haben und wir haben neue Beziehungen aufgebaut, zum Netzwerken die Grundlagen geschaffen und dem Minicamper gezeigt wofür er da ist. Es hat sich auch gelohnt mit diesem zu fahren, weil es erwartungsgemäß genug Teslas zur Fahrzeugausstellung gab. Es war aber trotzdem eine große Bandbreite an verschiedenen Herstellern vertreten. Es ist schön, dass mittlerweile für jeden Geschmack etwas dabei ist. Wir kamen auch in den Genuss abends die verschiedenen Fahrzeuge über den Platz umzuparken. Eric Schaut mal hier! gab uns irgendwelche Schlüssel und wir wurden überrascht mit den verschiedensten EAutos. Manche waren etwas tricky, ohne Einweisung, loszufahren, aber wir haben sie alle gefahren. War mal ganz nett wieder in neue Autos gucken. Aber wir sind mehr als zufrieden mit unserer Wahl.

Den Abend haben wir gemeinsam mit vielen Teilnehmern im Haus am Park genossen. Sehr herzlich und offen waren die Leute hier, so wie wir eben auch. Das hat das Ganze zu einem wundervollen Tag gemacht.

Die Nacht verbrachten wir natürlich im Minicamper. Es war etwas warm aber recht gemütlich. Wir wurden außerdem bewacht, wie wir an dem Abend erfuhren. Für die Fahrzeuge auf dem Austellungsgelände wurde extra der Wachschutz organisiert. Und wir haben den netten Herrn gleich mal drauf hingewiesen, dass er diese Nacht nicht allein ist. 😉 Dafür gab es für ihn dann früh gleich mal ’nen Kaffee. Der Morgen lief dann so ab, dass noch einige Emobilisten anreisten und wir uns auf viele Besucher freuten. Die #electrifiedwomen organisierten eine Vortragsreihe, gleichzeitig fanden Probfahrten statt. Ob es an der Wärme oder an den Coronaeinschränkungen lag, weiß ich nicht, aber wir wurden nicht von Besuchern überrannt. Dennoch gab es Interessierte, denen auch unser Umbau auffiel und es ergaben sich ein paar schöne Gespräche. Gegen Mittag warteten wir an der Parkstraße auf den autonom fahrenden kleinen Bus EASY. Dieser fährt seit wenigen Wochen mit 11 km/h durch den Ort Pilotprojekt . Er war gut besetzt und wir konnten leider nicht mit einsteigen. Das holen wir aber nach.

Am Nachmittag wurden noch diverse Preise vergeben, Danke an Klaus Schäfers Präsentation 😂 Und vor allem wurde, wie am Vortag schon erwähnt, noch einmal betont, dass die #emokonmkk nächstes Jahr wieder stattfinden soll. Bei dem tollen Bürgermeister Dominik Brasch, glaube ich das auch. Vielen Dank an ihn, an die Wirtschaftsförderung, Klaus und Erik und alle anderen🎀

Unsere Heimfahrt planten wir auch wieder mit 2 Ladestopps. Diesmal über Bad Neustadt und Coburg. Wobei es die letzte Etappe mit 111 km schon etwas in sich hatte. Es ging doch langstreckig ganz schön bergauf. Und weil wir uns den 3. Ladestopp sparen wollten, habe ich da etwas die Geschwindigkeit reduziert. Das kann man bei einem EAuto auch recht gut machen und beim eNV sieht man das auch gleich im Display bei der Restreichweite. Kennen wir ja schon vom eGolf. Verbrennerfahrer, die zu doof zum Überholen sind, können mich mal. „TRAGT EUER GELD AN DIE TANKE“ 👎

So waren wir, mit Fußball hören übers Radio bestens informiert, wieder 5,5 Stunden unterwegs. Hat nicht weh getan und nix gekostet. Kaufland Laden ist Kundenservice und der Heimweg wurde unterstützt von &charge, wo wir Kilometer sammeln und über #einfachstromladen freischalten an der Ladestation. Ganz einfach und nicht überraschend teuer.

Die Jungfernfahrt ist gemacht. Im Juli geht’s auf Urlaubsfahrt. #unsersonnenstromtour – ich werde berichten.

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