eMoT Vogtland

Frank und ich zwischen Öffentlichkeitsarbeit, einer Elektromobilisten – Community die funktioniert und Prüfungsstress. oder

8. eMoT Vogtland

Die Überschrift fasst eigentlich alles zusammen. Im Dezember 2021 fingen wir an, zusammen mit Paula Müller Umwelt Energie- und Klimaschutzmanagerin von der Stadtverwaltung Plauen und Uwe Hergert Energiebeauftragter im Vogtlandkreis, das 8. eMoT zu planen. Unser Ziel im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche war es Elektromobilisten mit den Entscheidern von Stadt und Landkreis sowie Interessierte an Elektromobilität und erneuerbare Energien zusammenzubringen. Frank war meine helfende Hand oder besser Kopf und klärte meine Gedanken, obwohl bei ihm einiges an Weiterbildung und Prüfungen anstanden. Nun ist das eMoT Geschichte und wir ziehen ein Fazit.

Am Freitag 16.9.22…

…planten wir um den Besuch von Dr. Franz Alt das Programm. Geladen waren Oberbürgermeister Herr Zenner und Landrat Herr Hennig. Wir empfingen Lokalpolitiker, unter ihnen Herr Liebscher und Herr Horlbeck und weitere, sowie Vertreter der SAENA. Frank und ich organisierten Firmen und Elektromobilisten als Redner und Zuhörer. Die Redner von Saena, Ralux, Hans-Georg Herb, Chris Kummer, Stephan Janbeck, Thomas Willnecker und Peer Haupt boten ein vielfältiges Portfolio an Themen. Sei es über energetische Sanierung aus Firmensicht oder als privater Bauherr, Umrüstung von Bussen auf Elektroantrieb, Fahrschule oder Urlaubsfahrten mit Elektroautos. Die Vorträge fanden großes Interesse. Leider muss ich kritisch sein und resümieren, dass wenig Interessierte aus dem Vogtland anwesend waren und dass die beiden Herren Zenner und Hennig sich schon vor dem Vortrag von Dr. Franz Alt entschuldigen ließen und zu Ihren nächsten Terminen eilten. Sicher sind die Terminkalender voll und sind u.a. die Arbeit und das Jubiläum einer freiwilligen Feuerwehr sehr wichtig und anerkennungswürdig, aber einen Menschen wie Franz Alt sollte man sich unbedingt anhören. Er hatte die wichtigsten Dinge an diesem Tag zu sagen und alle Anwesenden blieben nach seiner Abreise nachdenklich zurück und mussten die eindringlichen Worte von ihm erst einmal verdauen. Als Feedback erhielt ich Kritik der Vogtländer, dass die beiden Entscheider da nicht mehr zugegen waren. Der Nachmittag und Abend im Konventgebäude in Plauen wurde getragen von den Gästen und wir bedanken uns ganz besonders beim Catering Michael Frost, Renate Wünsche und Andreas Dick, der als Ritter Heinrich „sein“ historisches Gebäude an uns freigab. Ein Büchertisch, gestellt von Frau Jakob von der Buchhandlung am Markt in Oelsnitz, mit Exemplaren von Franz Alt, war nach dem Vortrag umlagert. Paula Müller organisierte für uns Elektromobilisten den Parkbereich im Komturhof und auch einen Teil des Neustadtplatzes, denn eine Menge von ca. 50 Fahrzeugen parkt man ja nicht mal einfach so.

Samstag 17.9.22

Diesen Parkplatz nutzten wir auch am Samstag 17.9.2022 zum Start für unsere „eMoT Vogtland auf Tour“. Vom Vogtlandradio und von ansässigen Autohändlern, die ihre E-Fahrzeuge ausstellten, wurde der Start unserer knapp 80 Teilnehmer begleitet. Wir fuhren nach Treuen/ Eich zur Firma RALUX, die uns mit offenen Toren ihrer Werkshallen empfing. Herr Fietz brachte uns, wie auch schon am Freitag, seine Arbeit auf dem Gebiet der Photovoltaiksysteme näher. Alle teilnehmenden Elektroautos parkten auf dem Betriebshof und bildeten eine wunderbare Ansicht verschiedenster Modelle und eine dann leiseste Abfahrt aller Fahrzeuge, zur nächsten Station. Herr Breymann vom Bildungsinstitut Pscherer klärte uns in gewohnter Weise über die Aus- und Weiterbildung in den Berufen der erneuerbaren Energien, energetische Sanierung usw. auf. Mit diesem Input fuhren wir zu den Stadtwerken Reichenbach. Dort konnten im Vorfeld Fragen über die Arbeit der Stadtwerke gestellt werden, und die Vorstellung über die Arbeit dieser näher brachten. Der Geschäftsführer Lars Lange und seine Mitarbeiter beantworteten auch die vor Ort gestellten Fragen und die Teilnehmer unserer Tour lobten die ehrliche Art und Weise der Darlegung über die Preisentwicklung, Handlungsspielraum, Planungen und auch kritische Gedanken für die Zukunft. Sie haben verstanden, wie die Stadtwerke arbeiten und welche Möglichkeiten diese haben. Vielleicht ergaben sich auch manche Ideen beiderseits durch diese respektvollen Gespräche. Der Rundgang durch das Umspannwerk-Museum wird vielen auch gut in Erinnerung bleiben. Schon allein der laute Knall durch das Betätigen des Hebels zur Lasttrennung hat doch alle begeistert. Der Unterschied von einigen Jahren ist doch recht enorm und wurde uns dort vermittelt. Für die Besucher vom Fastfood Restaurant musste unser Parken und Abfahren in Reichenbach wie ein Flashmob gewirkt haben.

Auf dem Weg vorher durch Lengenfeld, kam ich auch kurz ins Schmunzeln. Ich war am Ende einer Reihe von Elektroautos, die durch die Stadt fuhren und die Leute schauten etwas ungläubig, weil sie ja viele Autos hintereinander sahen, aber es keinen Lärm und Gestank gab. Den Gesichtern nach sah das so aus, dass Mensch das nicht wirklich einordnen kann.

In Zwickau erwartete uns Kristin mit ihrer Familie auf dem Parkplatz am Alten Gasometer. Sie half mir die dortige Ziel-Location zu organisieren. Das war ziemlich anspruchsvoll. Obwohl uns von Seiten der Stadt kommuniziert wurde, dass die Fashion Night keine Parallelveranstaltung zu uns sei, kamen wir natürlich nicht gegen Joachim Lambi an. Am Vormittag kamen schon ein paar Interessierte auf den Platz, aber als unser Tross hier ankam, gab es ein Zusammensein unter uns Gleichgesinnten. Ein nicht ganz ernstzunehmendes Quiz strengte noch einmal die Hirnzellen an und bescherte ein paar Preise.

Es wurden gute Gespräche geführt unter dem Zelt, dass Herr Krug vom Partyservice stellte. Dafür danken wir ihm sehr, dass er für uns da war. Alle Caterer wurden von der Fashion Night „beschlagnahmt“. Für die Vielfalt auf dem Platz sorgten diverse Autohäuser, sowie, wie auch in Plauen schon, Christian von Tesla und Frank Nietert.

Wir danken außerdem Frau Ziegert und Herrn Mühmel von der Stadt Zwickau für die Orga dort, die nun selbst entscheiden werden, ob sich das für sie lohnte. Im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche wurde außerdem wegen Schlechtwetter der autofreie Sonntag gekänzelt. 🙁

Die Werbung in der Presse für die Bevölkerung kam sicher nicht so an, wie wir uns das von den öffentlichen Ämtern gewünscht haben. Das wechselhafte Wetter in Plauen und Zwickau hat sicher auch nicht jeden vom Sofa gelockt um die Veranstaltungen in den jeweiligen Städten zu besuchen und sich zu informieren. Außerdem vermisse ich die 1061 E-Autofahrer, die im Vogtland angemeldet sind. Haben da leider nur ein paar wenige Interesse sich bei uns einzufinden? Naja, die fahren eben einfach nur, so soll es ja eigentlich auch sein, weil es funktioniert. Das Feedback von unseren eMoT-Teilnehmern war super, wir nehmen uns wie immer Kritiken an und lassen das Ganze jetzt sacken und überlegen, wie, wann und ob wir weitermachen.

Wir bedanken uns hiermit nochmal ganz ganz sehr bei allen die mitgewirkt haben, auch bei den Teilnehmern sagen wir ganz laut DANKE, weil es ohne euch ja gar nicht funktionieren würde.

Hier ist ein Link zu den Fotos

  1. Jan Radecker

    Auch von mir bzw uns ein ganz großes Dankeschön an Euch. Es war die erste Veranstaltung dieser Art für uns.
    Ihr habt ein super Event auf die Beine gestellt. Sicherlich war das Wetter einer der Hauptgründe für die geringe Resonanz. Aber ein echter Elektrofahrer kann das ab 😁

    Die angefahrenen Locations waren sehr interessant und haben mir und meiner Lebensgefährtin wichtigen Input bzgl PV gebracht.

    Etwas enttäuscht war ich von den „wenigen“ Fahrzeugen. Leider ist die Nachbereitung in den lokalen Medien auch nicht wirklich vorhanden. Ich werde mein Möglichstes tun, um für die nächste Veranstaltung (auf der wir definitiv wieder dabei sind) auch meine Kommunikationswege im Bekannten-/Verwandtenkreis zu nutzen.
    Kann doch nicht angehen, dass nur ein Bruchteil der E-Fahrzeuge im Vogtland hier mitfährt. Vielleicht kommt dann auch Mal ein zweites Plauener Kennzeichen dazu…

    Nochmals vielen Dank und allzeit Knitterfreie Fahrt.

  2. Liebe Andrea! Lieber Frank!
    Vielen Dank für dieses tolle Event. Ihr habt das 1a gestaltet.
    Wie immer in den vielen Jahren vorher war das Programm sehr abwechslungsreich.
    Eurer Kritik kann ich mich nur anschließen. Schade, dass so viele Chancen einfach verpassen.
    Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, dass es immer wieder solche Events gibt, die von echt engagierten Menschen innitiiert werden. Nicht nur um andere mal mit der Nase auf die bevorstehenden Probleme zu stoßen, sondern um Alternativen und Lösungen aufzuzeigen.
    Im Kleinen wie im Großen: bleibt bitte weiter auf der Seite der Macher.
    Viele Grüße aus dem Norden
    Uta

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