eMoT Vogtland

100km/h und das Wort dass ich nicht mehr sagen darf

Mit dem Elektroauto in den Urlaub? Geht das? Wie geht das? Ganz einfach machen!

Urlaubsplanung sah voriges Jahr anders aus. War nicht schwer, aber Zeit hat man für die Tourplanung investiert. Lader geschaut, ob alle intakt sind, welche Ladekarten braucht man. Ok man konnte schon mal die Strecke gucken und hatte grob im Kopf, wo es lang geht und ich hatte die Strecke gespeichert im Navi und falls uns der eGolf wieder necken will, noch auf Papier. Dieses Jahr kannst’e das voll vergessen. Dreimal habe ich die Strecke im goingelectric oder ABRP eingegeben. Dann habe ich das Ziel übertragen zum Tesla und der hat es einfach geplant. Also nix Vorplanung; früh am Reisetag reinsetzen, navigieren, fertig.

Wir sind 4 Uhr früh losgefahren. Es begann zu dämmern. Auf der Autobahn war noch wenig los. Zum ersten SuC fuhr Frank. 3 Stunden mit Laden sind wir von zu Hause weg in Schweitenkirchen. Wir haben einen Rasthof entdeckt, der noch schlechter ist als Hohenwarsleben. Schwamm drüber, weiter geht’s. Ich fahre jetzt. München haben wir umfahren. Viele Baustellen zwingen uns zum langsam fahren. Eine Einstimmung auf die Verkehrsregeln in Österreich. Ab der Grenze geht’s nur noch mit 100km/h weiter. Alle halten sich dran. Erstaunlich- auch die Deutschen werden lammfromm. Keiner drängelt, auch wenn man mit genau 100km/h den LKW überholt. Also das Fahrassistenzsystem, das ja nicht mehr Autopilot heißen darf, rein und schön entspannt Richtung Berge. Der nächste Lader in Innsbruck ist recht unscheinbar hinter einem Hotel. Kein Wunder, dass immer alle behaupten, es gibt keine Ladesäulen. Dort warten wir einfach, bis der Akku wieder genügend Reichweite hat. 8,96€ später geht’s weiter. Das Navi schlägt Trento als nächsten Ladepunkt vor. Wir können ja gut unter Anweisungen arbeiten, deshalb folgen wir. Den Autopilot…ups 🙊 wieder rein und wir schlängeln uns mit vielen anderen Reisenden immer weiter nach Süden und der 30°C entgegen.

Diese Etappe zieht sich. Mehr als 70km/h wird es nicht und dann noch ewig an der Mautbezahlstation warten. In Trento erwartet uns der SuC vor einem B&B Hotel. Rundherum ist ein Industriegebiet. Aber Toilette und Käffchen im Stehen im Hotel ist drin. 20 Minuten braucht es nur, das reicht. Auto steht in der Sonne, wie noch drei weitere Tesla. Die Insassen standen alle aufgereiht gegenüber ihrer Autos im Schatten eines Versorgungsgebäudes. Erinnert mich an unsere Hühner um die Mittagszeit. Wir  fahren weiter.

Die letzte Etappe. Navi empfiehlt die Autobahn am Gardasee entlang. Wir wollten eigentlich durch Riva, aber in Anbetracht dessen, dass doch einiger Touriverkehr herrscht, bleiben wir auf der A22. Diesesmal lassen wir den Monte Baldo rechts liegen und fahren, begleitet vom Fluss Etsch, doch jetzt zügig unserem Campingplatz entgegen. Keiner drängelt, alle fahren 100-110km. Schön entspannt.

Entspannt sollte man auch sein, wenn man wieder von der Autobahn runter will. Wieder heißt es warten an der Mautstation, mit Rückstau auf die Autobahn. Ohne die vielen anderen Menschen wären wir schon längst da, aber das sagen alle. Wir sind ja nicht auf der Flucht sondern im Urlaub und haben Zeit und Geduld und Klima im Auto an. Aaaaalsooo aaaaalles schön gemütlich.

Runter von der Autobahn geht es jetzt einmal unten um den Gardasee herum auf die Westseite des Sees. Die Straßen sind gesäumt von Oleanderbüschen. Wir sind immer froh, wenn wir unseren durch den Winter bekommen. Notiz an mich: ich mag keine italienischen Kreisverkehre. Das Navi schickt uns die kleinsten Gassen entlang und fahren dadurch auch noch um weil wir vor einer Einbahnstraße stehen. Aber dann geht’s Richtung Wasser und da war die Einfahrt zum San Biagio Camping. Wir haben einen Platz am See. Herrlich.

Jetzt nur noch „schnell“ das Zelt aufbauen, einräumen, fertig. 😂 Ok bei 30°C etwas anstrengend, die Heringe in den steinigen Boden zu bekommen. Frank klopft, ich halte das Zelt und Theo geht schon mal wsas einkaufen. Jetzt liegen wir, nach einem Honigbrötchen, platt im Zelt und überlegen, ob wir gleich ins Wasser baden gehen. Theo hat schon angebaden.

Ach ja, wir haben Wasser und Strom am Platz. Die nette Dame an der Rezeption sagte, wir sind ja nur mit Zelt, da werden 10,-€ auf dem Stromzugangsticket schon reichen 🤣 Na mal sehen wie das ausgeht.

  1. Nö echt jetzt Urlaub geht so einfach mit dem eFahrzeug, wenn man auf VW verzichtet?

    Auf diese Marke verzichten wir glaub ich auch an der eNordkapp-Challenge.org dieses Jahr, denn die wollen glaub ich gar nicht ausliefern, denn Pressefahrzeug oder Vorführer sind nicht zugesichert und private Teams Trauen sich noch keine zum anmelden.

    Als STAFF überlege ich mir nun das erste mal tatsächlich einen Tesla oder Hyundai zu nehmen, scheinen mir die einzigen geeigneten eFahrzeuge zu sein 2020!

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